Morgenstund' hat Gold im Mund? Oder doch eher Blei an den Füßen? Jeder fünfte Deutsche kriecht laut Statistik nur mit Schwierigkeiten und unter massiven Drohungen aus dem Bett. 2,7 Millionen Menschen nehmen regelmäßig Schlafmittel ein. Mit einem erholsamen Schlaf und einem frischen, fitten Start in den Tag hat all das wenig bis gar nichts zu tun.
Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Schon allein das ist Grund genug, diese Zeit so erholsam wie möglich zu gestalten. Aber die Qualität unseres Schlafes ist natürlich auch wichtig für unser allgemeines körperliches Wohlbefinden.
Wir kennen das alle: da hat man zu wenig oder einfach "schlecht" geschlafen, der Schlaf wurde nachts unterbrochen oder wir wälzten uns vor dem Einschlafen stundenlang im Bett hin und her, lauernd auf den Schlaf, und der kommt einfach nicht. Dann wacht man am nächsten Morgen auf und sieht im Spiegel verquollene Augen, blasse Haut und überhaupt fühlt man sich, als hätte einem jemand mit einem Hammer auf den Kopf gehauen.
"Lerche" oder "Eule"?
Neugeborene schlafen etwa 16 Stunden, Erwachsene im Durchschnitt siebeneinhalb. Aber die benötigte Schlafdauer ist von Mensch zu Mensch extrem unterschiedlich, sie kann zwischen vier und zwölf Stunden liegen. Es hilft also nichts, mit Neid auf den Arbeitskollegen zu schielen, der mit vier Stunden Schlaf pro Nacht so fit ist, wie wir es nicht mal nach zehn Stunden sind - es ist einfach so.
Auch der persönliche Rhythmus ist von Mensch zu Mensch verschieden. Während die "Lerchen" in aller Herrgottsfrühe den Tag loben, kriegen die "Eulen" die Augen nicht auf. Abends ist es dafür umgekehrt. Da hilft kein Jammern, es bleibt einem nichts, als dem persönlichen Schlafbedürfnis zu folgen.